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historisches
 

In Altrip besteht seit 1556 eine reformierte Pfarrei. Zu ihr gehörte bis 1847 Neuhofen als Filialgemeinde mit einer Unterbrechung während des Dreißigjährigen Krieges, als die Betreuung von Iggelheim aus erfolgte. Altrip zählte zur Inspektion Neustadt, kam 1815 zur reformierten Inspektion Freinsheim und nach der pfälzischen Union 1818 zum Dekanat Speyer. Jetzt gehört sie seit 1913 dem Dekanat Ludwigshafen an.
Da die bisher in Altrip amtierenden Pfarrer in der Altriper Ortschronik, soweit sie bekannt sind, nicht alle enthalten waren und in einer künftigen Chronik wegen des Textumfanges auch vermutlich nicht aufgeführt werden können, stellte uns Reinhold Schneider seine Unterlagen zur Verfügung.
Für die erste Zeit nach der Reformation konnten leider nicht alle Geistlichen ermittelt werden, da die Kirchenbücher nicht komplett sind.

Die Jahreszahlen nach dem Namen geben die Jahre ihrer jeweiligen Amtszeit in Altrip an.

Als erster Pfarrer ist genannt

     
 

Koberger Paulus

1585

Pfarrer Koberger ist lediglich in der Türkensteuerliste aus dem Jahre 1585 genannt, wo er mit einem Vermögen von 156 Gulden geschätzt wurde.
Die in der Steuerliste des Jahres 1592 genannten Peter und Caspar Koberger könnten Söhne des Pfarrers gewesen sein.

     
 

Herold Daniel

1603 - 1605

aus Dittersbach bei Meissen, Sohn des Pfarrers Gregor Herold, immatrikulierte sich am 1. März 1597 in Heidelberg und trug sich ein "von Dresden".
Am 13. Januar 1603 wird er als reformierter Pfarrer in Altrip angenommen, wo er bis 1605 sein Amt ausübte. Danach wirkte er
vom 12. Juni 1605 bis 1611 in Kleinumstadt,
vom 14. Februar 1611 bis 1620 in Gunheim bei Worms
vom 5. Februar bis zu seinem Tode in der Spitalkirche zu Heidelberg.

     
 

Schlossmann Adam

1605 - 1611

Von ihm ist nur bekannt, daß er vom 19. Juni 1605 bis 1611 das Seelsorgeamt in Altrip ausübte.
Danach ist er ab 8. Februar in Niederlustadt und 1628 in Oberlustadt genannt, wo er bei Einführung des katholischen Bekenntnisses abgesetzt wurde.

     
 

Dachler Heinrich

1611 - 1613

Pfarrer Dachler wirkte vom 6. September 1608 bis 1611 als reformierter Diakon in Eberbach am Neckar, bis er am 28. November 1611 der Pfarrei in Altrip übernam.
Am 3. November 1613 ließ er sich in Neuhofen, der Filiale von Altrip nieder. Danach wird er ab 28. November 1617 in Hördt genannt.

     
 

Hyemius Gabriel

1614 - 1615

aus Münchhausen, immatrikulierte sich am 28. Februar 1609 in Heidelberg ("Hyenius").
Am 25. April 1611 trat er bereits in Hördt als reformierter Pfarrer in Erscheinung, wo er bis zu seinem Amtsantritt in Altrip am 26. Januar 1614 amtierte. Hier predigte er bis zu seinem Weggang am 22. November nach Hagenbach.

     
 

Fabricius (Fabritius) Heinrich

1615 - 1628

Fabricius wird erstmals 1605 als reformierter Pfarrer in Katzweiler erwähnt, wo er evtl. schon seit 1603 amtierte. Danach versah er sein Seelsorgeamt vom 7. September 1605 bis 1611 in Dettenheim. Anschließend nahm ihn am 15. November 1615 die Gemeinde Altrip als Pfarrer an, wo er bei Einführung des katholischen Bekenntnisses, 1628, abgesetzt und mit zwei Kindern unterstützt wurde.

     
 

Andreae (Andreas) Christoph

um 1640

von Schwetzingen, immatrikulierte sich am 6. November 1615 in Heidelberg und studierte ab 2. Juni 1619 Theologie. Bereits am 14. Februar 1620 wird er in Sinsheim als reformierter Diakon genannt. Anschließend war er Pfarrer in Schwetzingen, wo er bei Einführung des katholischen Bekenntnisses weichen mußte. 1631 wird er in Biblis genannt (?). Danach scheint er sich nach Speyer zurückgezogen zu haben, denn

Pfarrer Johann Jacob Pitscher

der nach der Zeit der Rekatholisierung von Iggelheim aus die ganze Gegend betreute, erwähnt Pfarrer Andreae mehrmals in seinem Iggelheimer Kirchenbuch:
Eheschließungen: 'Item Ihren künftigen dazumahl und wartenden Pfarrherrn selbsten Herrn Christopherum Andream zu samen geben mit Maria Magdalene vidua präceptoris claßici ... Heidelberger. Anno 1640 14. January' und
'Ao. 1648 uf die h. Weynachten Zwar nit in meiner Kirchen Zu Igelheim sondern Zu Altripp. Daß h. abendmahl gehalten. Neben Verrichtung etlicher trostreicher predigten, waren auß allen umbliegenden Dörflein der Communicanten in die 110. Geschehe darumb weil Christopherus Andreä dazumal nit konnte auß Speyer kommen.' und
'Anno 1649 uf die h. Pfingsten Zwey mahl daß h. Abendmahl zu Altripp gehalten Neben etlichen trostreichen predigten, so sich uf gedachtes Pfingstfest schickten, mit Consens ihres Pfarrers Herrn Christopheri Andreä, so sich zu Speyer ufhielt.'
Pfarrer Karl Otto August Thelemann, von 1854 bis 1860 Pfarrer in Iggelheim weiß über die damalige Zeit folgendes zu berichten:
'Von der ganzen Gegend galt damals das Wort des Propheten: 'Ich sehe ganz Israel zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben'. Pitscher war der einzige Hirte für die die ganze Gegend der vorderen Pfalz bis über den Rhein. Um den Tisch des Herrn sammelten sich die übrig gebleiben waren in Speyer, Mutterstadt, Dannstadt, Neuhofen, Haßloch, Böhl, Schwegenheim, Lengefeld, Altripp, Ladenburg, Seckingen, Neckarau und Heidelberg. Die höchste Zahl solcher Versammelten jeden Alters und Geschlechts betrug 200. Unter den Fremden befanden sich zuweilen einige gottesfürchtige Soldaten, einmal ein schwedischer Kornet (Fähnrich der Reiterei), auch um des Glaubens willen vertriebene Franzosen und Niederländer. ... Den Gottesdienst mit Predigt und Abendmahl mußten sie verstohlenerweise halten. Oefter kommt es vor, daß die fremden Gäste ausbleiben "wegen Unsicherheit der straßen". 1640 "mußte es wegen uflauf der Soldaten uf die hl. Weihnacht eingestellt werden". 1642 konnten sie nur einmal zusammenkommen, mußten aber "aus dem Gottesdienst entlaufen", da der Ort von Soldaten überfallen wurde. Taufen und Trauungen mußten zu dieser Zeit in den Häusern geschehen. Von da an bis 1648, in welchem Jahre der westphälische Friede dem dreißigjährigen Kriege ein Ende machte, bemerkt der Pfarrer: "inzwischen haben wir unsere Kirche nit wol können besuchen". "Anno 1650 uf die h. Ostern das h. Abendmahl neben etlichen Christlichen und trostreichen predigten, zu Igelheim gehalten, waren der Communicanten nur 17. Ursach, weilen es alles noch so verwirrt stunde in unßere Pfältzischen Kirchen. Gott wolle es bald beßern nach seinem göttlichen Wille, uf daß seine verscheuchte Kirchen hin und her in Palatinatu bald wieder stärckher werde. Amen" '.
Pfarrer Andreae predigte 1647 in der Ägidienkirche in Speyer. Vom 7. November 1651 bis 1659 amtierte er in Edenkoben und 1652 bis 1659 zugleich in Walsheim bei Landau.

     
 

Hagius Johann Jakob

1650 - 1651

Von ihm ist nur bekannnt, daß er aus Basel stammte und in den Jahren 1650/51 die Pfarrstelle in Altrip innehatte.

     
 

Thomson Gregor

1651 - 1656

geboren 1624 in Elbing/Preußen, besuchte dort auch die Schule, bevor er sich am 25. September 1649 in Groningen immatrikulierte ("Elbinga - Borussus").
Bereits 1651 versah er in Altrip das Pfarramt, zu dem auch Neuhofen gehörte. 1656 veränderte er sich nach Neuenhain im Taunus, wo er bis 1672 wirkte. Anschließend fungierte er als Inspector in Weinheim an der Bergstraße, wo er am 28. Januar 1675, 51 Jahre alt, starb. Verheiratet war er in erster Ehe (11.11.1651 in Ladenburg), mit Gertrud Schramm (1634 -1653), Tochter des Pfarrers Martin Schramm und der Anna, geborene Bruchhausen.
Die zweite Ehe ging er 1654 mit Marie Margaretha Geiß aus Danzig ein, Tochter des Pfarrers Johann Balthasar Geiß und der Marie N.
Zwei Kinder der Familie sind bekannt:
David, getauft am 13. März 1658 in Neuenhain und
Marie Margaretha, getauft am 18. August 1660 ebenda.

     
 

Dennicker
Johann Heinrich

1657 -1669

geboren 1629 in Zürich, wo er auch studierte.
Zuerst wird er 1653 bis 1656 als reformierter Schulmeister und Vicediakon in Klingenmünster genannt.
Das Pfarramt in Altrip übertrug man ihm 1657, wo er bis 1669 wirkte.

     
 

Campius Bartholomäus

1669 - 1670

geboren um 1644 in Lövenich bei Jülich, immatrikulierte sich am 25. Juli 1662 in Duisburg ('ex pago Leven, patria Juliacensis, 18 Jahre alt'), studierte in Utrecht und Heidelberg.
1667 wird er erstmals als reformierter Pfarrer und Schulmeister in Ziegelhausen genannt, bis er 1669 in Altrip als Pfarrer angenommen wurde. 1670 übernahm er die Pfarrstelle in Heiligkreuzsteinach, die er bis 1679 innhatte. Anschließend vom März 1679 bis 1682 amtierte er in Zeiskam und Lingenfeld und ab 1682 bis zu seinem Tode 1693 in Westheim mit Ober- und Niederlustadt.

     
 

Will (Willius)
Johann Lorenz

1670 - 1679

stammte aus Hersfeld in Hessen und studierte in Bremen.
Von ihm ist nur bekannt, daß er von 1670 bis 1679 reformierter Pfarrer in Altrip war und seine Ehefrau Anna Beate hieß.

     
 

Hosemann Elias

um 1679

geboren am 15. Juni 1654 in Tschöplowitz bei Brieg (späteres Gerlachshain) in Schlesien, Sohn des Pfarrers gleichen Namens, studierte von 1677 bis 1678 Theologie in Heidelberg.
1679 bis 1681 wird er als Interimspfarrer in Kirchberg, Altrip, Speyer, Hördt (1679), Dettenheim (1679), Friedrichsburg, Haßloch und Boxberg (1680) genannt. Als reformierter Pfarrer wird er erstmals
1681 - 1687 in Mittelschefflenz angenommen. Danach
1687 - 1694 in Schluchtern als Pfarrer
1694 - 1706 in Heidelsheim als Pfarrer
1706 - 1713 in Bretten als Inspektor
1713 - 1724 in Impflingen als ref. Pfarrer, wo er auch am 8. November 1724 starb.
Verheiratet (9.1.1683) war er mit Marie Rosine Pfeiffer, geboren am 21. Dezember 1660 in Mosbach, gestorben am 30. Juni 1709 in Bretten. Sie war die Tochter des Pfarrers Johann Jakob Pfeiffer.
Aus der Ehe stammen die Kinder
Philipp David, geb. 17.10 1684 in Mittelschefflenz, der als Inspektor zu Großumstadt am 14.10.1756 starb und
Friedrich Christian (?), der als ref. Pfarrer 1710/39 in Klingenmünster und 1739/51 in Schweigern wirkte.

     
 

Lenz (Lentz) Laurentius

1679 -1693

geboren 1641 in Bremen,
war von 1669 bis 1676 Pfarrer in Waldmohr und vom 7.9.1676 bis 1679 in Ramstein-Steinwenden (Gericht Spesbach).
1679 versah er zwischendurch die Pfarrei Dettenheim, bevor er im gleichen Jahr in Altrip sein Amt antrat. Hier predigte er bis 1693.

     
 

Dessloch
Friedrich Amadeus

1693 - 1743

um 1668 in Duchroth geboren, studierte in Heidelberg und Bremen. Von ihm ist nur bekannt, daß er als reformierter Pfarrer von 1693 (?) bis 1743 das Seelsorgeamt in Altrip und Neuhofen versah.

     
 

Lang
Johann Gottfried

1751 1756

geboren am 26. November 1720 in Bacharach, Sohn des Bäckers und Bierbrauers Johann Matthias Lang.
Von ihm ist bekannt, das er 1748 in Neustadt an der Haardt Vikar war und ab 11. August 1748 bis 1751 reformierter Pfarrer in Grünstadt. Danach hat ihn die Gemeinde Altrip als reformierten Pfarrer angenommen, wo er bis zu seinem Tode, am 28. August 1756 wirkte.
Verheiratet (27.9.1749 in Simmern) war er mit Regina Magdalena Müller, Tochter des Inspektors Johann Hermann Müller.

     
 

Schild Theodor Julius

1757 - 1773

geboren am 13. Februar 1722 in Oppenheim, Sohn des Diakons Johann Theodor Schild aus Bremen und der Esther Fleckenstein, Tochter des Stiftschaffners zu Neustadt an der Haardt.
Pfarrer Schild war ein Enkel des Hofpredigers der Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt und Stadtpfarrer zu Rheda, Johann Schild.
Er immatrikulierte sich am 2. September 1739 in Heidelberg.
Erstmals wird er als reformierter Pfarrer 1757 bis 1773 in Altrip genannt, dann als Inspektor in Oppenheim, seinem Geburtsort, wo er auch am 8. Mai 1779 starb.
Verheiratet (8.2.1757) war er mit Marie Amalie Salome Kayser, Tochter der Pfarrers in Handschuhsheim, Johann Peter Kayser.
Sein Sohn Johann Jakob Schild, geboren am 23. Mai 1771 in Altrip, starb 1826 als reformierter Pfarrer zu Meckenheim.

     
 

Gyssling Franz

1774 - 1784

geboren am 12. Januar 1738 in Haßersheim, Sohn des Pfarrers Franz Gyssling aus Zürich und der Johanna Elise Zeller, Schulfrau im unteren Quartier zum Heiligen Geist in Heidelberg.
Er immatrikulierte sich am 17. Oktober 1755 in Heidelberg.
Gyssling war 1764 Feldprediger bei dem Schweizerregiment Lochmann, bevor er 1774 die Pfarrstelle in Altrip übernahm. In seine Amtszeit fällt auch eine außergewöhnlich Taufe, nämlich die eines Juden (1775, siehe auch Heimatjahrbuch 1991), der zum reformierten Bekenntnis wechselte.

     
 

Faber Johann Wilhelm

1784 -1800

geboren in Gimmeldingen, Sohn des Pfarrers Johann Christoph Faber, immatrikulierte sich am 18. Juni in Heidelberg.
1771 wird er als reformierter Pfarrer in Meckenheim genannt. Lange Zeit muß er Böhl, ein Filial von Haßloch (Böhl erst seit 1806 selbstständige Pfarrei) verwaltet haben, bis er als reformierter Pfarrer in Altrip angenommen wurde. Hier amtierte er bis 1800, in welchem Jahre er in Speyer starb.
Sein Name steht über der Eingangstür des prot. Pfarrhauses.
Verheiratet (31.12.1770 in Gimmeldingen) war er mit Marie Philippine Schmalz, Tochter des Pfarrers Johann Nikolaus Schmalz.

Folgende Kinder gingen aus der Ehe hervor:
Wilhemina Friederica, 29.4.1778 in Böhl,
Johann Christoph, 1.8.1779 in Böhl,
Elisabetha Wilhemina Philippina, 5.11.1783 in Böhl,
Maria Louisa heiratet am 11.4.1798 in Altrip Jac. Phil. Dupré, Capitain des 44. Regiments der franz. Republik,
Susanna heiratet am 5.9.1814 in Altrip Martin Hört, er 31, sie 32 Jahre alt.

     
 

Hüthwohl
Johann Friedrich

1799 -1824

geboren am 8. September 1771 in Steeg bei Bacharach, Sohn des dortigen Bürgermeisters.
Er besuchte 1775/79 die Schule in Steeg, 1779/82 die Lateinschule Bacharach, 1882/ 88 das Gymnasium.
1788 immatrikulierte er sich in Heidelberg, wo er auch am 17. September 1792 sein Examen ablegte.
Die Aufnahme in den kirchlichen Dienst erfolgte 1792, die Ordination am 25. September 1792.
Vorerst war er Vikar in Büchenbeuern, dann 1794/96 Hofmeister in Koblenz, Vikar in Steeg, 1797/99 Hofmeister bei Schmalz in Mannheim, bis er 1799 die Pfarrei in Altrip übernehmen konnte. Hier versah er bis 1824 sein Amt. In der Zwischenzeit hatte man ihn 1814 zum Lokalkonsistoralpräsidenten ernannt. Die Überschwemmungen in den Jahren 1813, 1817, 1818, 1819 und 1824 mögen ihn bewogen haben, Altrip zu verlassen. Von 1824 bis 1829 übernahm er die Pfarrstelle in Alsenborn und zuletzt vom 19. Dezember 1829 bis zu seinem Tode am 22. Januar 1831 jene in Erpolzheim.
Verheiratet war er mit Wilhemine Friederice Faber, geboren am 29.4.1778 in Böhl, Tochter der Pfarrers Johann Wilhelm Faber. Sein Sohn Karl Christian Heinrich Hüthwohl, georen am 29.8.1809 in Altrip ward ebenfalls Pfarrer.

     
 

Lebachelle
Friedrich Jakob

1824 -1835

geboren am 28. April 1793 in Freinsheim, Sohn des Pfarrers Daniel Lebachelle, immatrikulierte sich am 27. April 1811 in Heidelberg. 1814 wurde er in den kirchlichen Dienst aufgenommen.
Seine erste Pfarrstelle war Pfiffligheim von 1814 - 1825. Danach übernahm er das Seelsorgeamt in Altrip bis 1835. Zuletzt wirkte er vom 11. April 1835 bis zu seiner Suspendierung 1839 in Herschberg. 1841 hat man ihn aus dem kirchlichen Dienst entlassen.
Er starb am 29. Juni 1866 in Herschberg.

     
 

Renner
Philipp Jakob

1835 -1852

geboren am 15. März 1805 in Meckenheim, sohn eines Landwirts, studierte von 1826 bis 1829 in Heidelberg, wo er sich am 6. November 1826 immatrikulierte und in Utrecht, wo er sich 1828 einschrieb.
In den kirchlichen Dienst wurde er 1829 aufgenommen.
Die Pfarrstelle in Altrip hatte er von 1835 bis zu seiner Absetzung am 2. September 1852 inne.

     
 

Müller Christian Ludwig

1852 1856

geboren am 13. Februar 1799 in Odenbach am Glan, Sohn des Pfarrers Philipp Wilbrand Jakob Müller und der Karoline Luise Dorothea Baumann, studierte 1816 bis 1818 in Marburg.
In den kirchlichen Dienst wurde er 1819 aufgenommen.
Von 1820 bis 1822 war er Vikar in Albersweiler und von 1822 bis 1824 Stadtvikar in Speyer, sowie Diakon in Mechtersheim. Seine erste Pfarrstelle trat er 1824 in Otterberg II an. Anschließend vom 6. August 1831 bis 1852 amtierte er in Lauterecken. Schließlich übernahm er im Oktober 1852 die Pfarrei in Altrip, wo er am 20. Februar 1856 starb.
Verheiratet (1828) war er mit Lisette Culmann, geboren 1808 in Lettweiler, Tochter des Pfarrers Ludwig Peter Culmann.

     
 

Zinn Wilhelm

1856 - 1882

geboren am 20. Oktober 1813 in Rockenhausen, Sohn des Gastwirts Philipp Wilhelm Zinn und der Margarethe Graf, studierte von 1834 bis 1838 in Utrecht, wo er sich am 10. September immatrikulierte und in Erlangen.
Die Aufnahme in den kirchlichen Dienst erfolgte 1838.
Zuerst setzte man ihn in Rehborn als Vikar ein, anschließend von 1842 - 1845 als Verweser in Quirnbach, bis er seine erste Pfarrstelle am 28. Januar 1845 in Gangloff antreten konnte. Dort amtierte er bis er am 24. August 1856 nach Altrip wechselte, wo er 26 Jahre seines Amtes waltete. Er starb am 10. Juni 1882.
Verheiratet (1846) war er mit Karoline Culmann, geboren 1811, Tochter des Pfarrers Ludwig Peter Culmann.

     
 

Mathéus Wendelin

1882 -1893

geboren am 17. Februar 1836 in Klingenmünster, Sohn des Küfers und Wirts Georg Jakob Mathéus und der Susanne Margarethe Hoffmann, besuchte die Lateinschule in Bergzabern, das Gymnasium in Zweibrücken und studierte 1858 bis 1862 in Erlangen und Heidelberg.
Er wurde 1862 in den kirchlichen Dienst aufgenommen.
Mathéus begann 1862 bis 1868 als Vikar in Reichenbach, Schwegenheim, Offenbach und Impflingen, 1868/69 als Verweser in Impflingen.
Seine erste Pfarrstelle übernahme er am 6. Februar in Hermersberg, wo er bis 1887 amtierte. Anschließend wechselte er vom 3. Februar 1877 1882 nach Hinterweidenthal, bis er am 29. Oktober 1882 in Altrip als Pfarrer angenommen wurde. Hier wirkte er 11 Jahre. Zuletzt versah er das Seelsorgeamt in Impflingen von 1893 bis 1902, wo er schon als Vikar und Verweser eingesetzt war. Hier starb er auch am 9. Juni 1902.
Verheiratet war er mit Elisabeth Margarthe Frey, geboren am 24.6.1848. Sie starb ebenfalls in Impflingen am 16.7.1924.

 

Buchholz
Ludwig Hugo Max

1894 -1905

geboren am 6. Februar 1858 in Abbau-Prützenwalde/Westpreußen, Sohn des Gutsbesitzers Theodor Buchholz und der Emilie Dobberstein, studierte 1884 - 88 in Berlin, Greifswald und Straßburg.
Seine Aufnahme in den kirchlichen Dienst erfolgte 1888.
Seine Laufbahn:
1.11.1888 - 1889 Stadtvikar in Pirmasens
1889 - 1890 Verweser in Altdorf, Mauchenheim und Rüssingen
1890 - 1892 Vikar in Frankenthal
16.10.1892 -1894 Stadtvikar in Frankenthal.
In Frankenthal heiratete er Katharina Emma Lickroth (geboren um 1870 in Frankenthal, gestorben im März 1964 in Marburg, 94 Jahre alt, Tochter eines Schulbankfabrikanten).

     
 

Haeberlein Jakob

1907 -1916

geboren am 28. März 1864 in Mutterstadt, Sohn des Lehrers gleichen Namens und der Annemarie Gutekunst, studierte 1884 bis 1888 in Erlangen, Tübingen und Utrecht (wo er sich 1887 immatrikulierte).
Seine Aufnahme in den kirchlichen Dinst erfolgte 1888.
Vom gleichen Jahr an war er bis 1891 als Vikar und Verweser und vom 1. Oktober 1891 bis 1893 als Stadtvikar in Kusel.
Seine erste Pfarrstelle übernahm er am 31. August 1893 in Limbach, die er innehatte bis er am 12. Mai 1897 nach Altrip wechselte. Hier übte er das Seelsorgeamt bis 1916 aus. Danach übertug man ihm die Pfarrstelle in Rheingönheim, wo er bis zu seiner Ruhestandsversetzung 1933 wirkte.
Er starb am 18. September 1934 in Neustadt an der Haardt.
Verheiratet war er seit dem 16. April 1903 (Haardt) mit Sophie Karoline Bachmayer, geboren am 23.7.1876 in Limburgerhof, Tochter des Fabrikanten Gustav Bachmayer aus Memmingen und der Luise Adelheid Reihlen aus Mannheim.
Folgende Kinder sind bekannt:
Johanna, geboren am 15.3.1905 in Limbach, heiratete am 28.10.19.. in Herxheim bei Landau den Oberregierungsrat Jakob Jahn
Waldemar, geboren am 12.12.1909 in Altrio, studierte 1927/31 in Tübingen, Basel, Bonn und Utrecht (immatrikuliert 3.6.1931) Theologie, gestorben am 4.3.1933 in Rheingönheim.

     
 

Lenz Julius

1917 -1921

geboren am 27. Oktober 1865 in Weisenheim am Berg, Sohn des Pfarrers Jakob Lenz und der Julie Voltz, studierte von 1886 bis 1890 in Erlangen, Tübingen und Utrecht.
In den kirchlichen Dienst wurde er bereits 1890 aufgenommen, studierte aber bis 1891 weiter. Bis zu seinem ersten Einsatz als Vikar in Mittelbach und Verweser in Kusel 1892 war er auch noch berurlaubt.
Seine weiteren Stationen:
1893 Vikar in Edenkoben und Verweser in Rotelsberg
16.10.1893 - 1898 Stadtvikar in Winnweiler
16.2. 1898 - 1903 Pfarrer in Jettenbach
28.1.1903 - 1917 Pfarrer in Asselheim
Am 24. März 1917 wurde er in Altrip als Pfarrer angenommen und amtierte hier bis 1921. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle in Ellerstadt (28.4.1921), wo er 1929 in den Ruhestand trat. Er starb am 16. Oktober 1940.

     
 

Kreiselmayer
David Karl

1921 - 1943

geboren am 7. September 1886 in Imsbach, Sohn des Pfarrers Jakob Kreiselmayer und der Mathilde Holtboog, studierte von 1906 bis 1910 in Erlangen und Utrecht (1908 immatrikuliert).
Seine Aufanhme in den kirchlichen Dienst erfolgte 1910.
Von 1912 bis 1913 war er Stadtvikar in Lambrecht und 1913/14 Stadtvikar in Lauterecken. Seine erste Pfarrstelle erhielt er am 29. Mai 1914 in Gangloff, bis man ihm am 2. November 1921 das Seelsorgeamt in Altrip übertrug. Hier waltete er seines Amtes bis zu seinem Tode. Er starb am 17. Januar 1943 in Mannheim.
Verheiratet (31.1.1925 in Heidelberg) war er mit Wilhemine Schüßler, geboren am 3.7.1894 in Eichtersheim.
Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, Klara.

     
 

Steck Adolf

1943 - 1944

geboren am 10. November 1899 in Ulm, Sohn des Oberpostschaffners Friedrich Steck und der Regine Fink.
Steck vertrat nach dem Tode von Pfarrer Kreiselmayer als Pfarrgehilfe von Neuhofen aus die kirchlichen Belange in Altrip. So konfirmierte er auch meinen (dem Verfasser dieser Zeilen) Schuljahrgang.
1944 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und schied am 24. März 1944 aus dem pfälzischen Kirchendienst aus.

     
 

Werron Paul Heinrich

1947 - 1954

geboren am 11. Mai 1912 in Pirmasens, Sohn des Oberlehrers Heinrich Werron und der Amalie Bertha Loch.
Werron studierte 1932 - 36 in Erlangen, Königsberg, Greifswald, Berlin und Tübingen.
Seine Aufnahme in den kirchlichen Dienst erfolgte 1936.
Von 1936 bis 1937 besuchte er das Predigerseminar, bevor er am 7. Februar 1937 als Stadtvikar in Ludwigshafen-Mundenheim eingesetzt wurde. Von 1940 bis 1945 leistete er Kriegsdienst. Kurze Zeit 1945 verweste er die Pfarrstelle in Biedesheim und anschließend vom 1. August 1945 an jene in Altrip, bis er schließlich am 22. Mai 1947 die Pfarrei übertragen bekam. Am 20. April 1954 wechselte er nach Rheingönheim.
Verheiratet (11.11.1939 in Nürnberg) war er mit Betty Hertlein, geboren am 5. Mai 1914.

     
 

Kettering Karl Gustav

1954 - 1970

geboren am 6. September 1906 in Pirmasens, Sohn des Bäckermeisters Karl Kettering und der Elisabetha Geib, studierte 1929/34 in Tübingen, Bonn, Berlin und Heidelberg.
In den kirchlichen Dienst wurde er 1934 aufgenommen und begann ihn am 1. Mai des gleichen Jahres als Verweser in Barbelroth. Es folgten am 1.2. 1936 Neuhofen und am 16. 1. 1937 Oberndorf bei Alzens, von wo er 1940 zum Kriegsdienst einberufen wurde. Nach Kriegsende und Gefangenschaft war er aushilfsweise in Walsheim bei Landau und Kaiserslautern tätig. Am 15. Februar 1949 erhielt er wieder die Pfarrstelle in Oberndorf, wo er bis 1953 amtierte. Nur kurze Zeit, vom 1. Mai 1953 bis 1954 war er Pfarrer in Oberlustadt. Danach übertrug man ihm ab 1. November 1954 die Pfarrei in Altrip.

     
  Keller Jules
1971 -1972
     
  Schappert Siegfried
1972 -1979
In seiner Amtszeit wurden der neue prot. Kindergarten und das Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus errichtet.
     
  Seng Ferdinand
1979 - 1984

     
  Pfr. Köhler/
Pfr. Emrich

1984 - 1985
(Vertreter in der Vakanzzeit)
     
  Mazomeit Joachim
1985 - 1997
Während seiner Amtszeit wurde das Kirchenschiff renoviert.
     
 

Pfeifer Bernhard
seit 1997

 

   
 

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  Text von Reinhold Schneider

Folgende Quellen wurden herangezogen:

1 Dr. Wolfgang Eger, "Die protestantischen Kirchenbücher der Pfalz", Band VIII, 1960

2 Karl Kettering, in "Altrip - Portrait eines Dorfes", 1970

3 Georg Biundo, "Die evang. Geistlichen der Pfalz seit der Reformation", 1968

4 "Rheinpfalz", 22.7.1997, 2.8.1997

5 Amtsblatt der Gemeinde Altrip, 17.7.1997

6 Kirchenbuch Iggelheim

7 Helmut v. Jan, "Türkensteuerregister ... 1584", 1962 - 1964

 
 
 
 
 
 

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